Friday, August 21, 2009

Muda unakwenda kama upepo.

Die Zeit vergeht wie der Wind. Ja, das kann man wirklich sagen. Ihr habt lange nichts von mir gehoert und mir kommt es vor, als waere ich gestern erst im Nationalpark gewesen - gleichzeitig ist es schon ewig lange her.

In den letzten zwei Wochen ist nichts besonderes passiert und doch war es selbstverstaendlich nie langweilig. In Mikumi im Nationalpark haben wir ein Maedchen aus Oesterreich kennengelernt, die hier ein Praktikum in einer HIV-Oragnisation macht. Mit ihr haben wir uns einige Male getroffen. Wir waren schwimmen in einem Hotelpool, haben echten Kaffee getrunken und Eiscreme gegessen in einem Cafe in der Stadt - super lecker! -, waren letztes Wochenende im Biergarten mit Livemusik und die andere Nacht in der Disko. Dort habe ich ein Bier von einem reichen Tansanianer aus Dar es Salaam ausgegeben bekommen, der mir dafuer auch gleich an den Hintern gefasst hat. Danke, nicht zu empfehlen! Das Bier war aber trotzdem lecker und alle anderen Menschen in der Disko auch sehr nett und wir haben uns sogar trotz Disko nett unterhalten.
Ansonsten gehen unsere Planungen fuer die Modenschau weiter und es scheint sich finanziell problematischer zu gestalten, als wir gedacht haben. Natuerlich muessen wir die Frauen, die die Kleider fuer die Kinder naehen - ebenso die Stoffe - und die Laufstegtrainingsstunden und Tanztraining aus eigener Tasche bezahlen. Das war uns ja schon klar und Iwona hat auch ein kleines Budget dafuer von Polen irgendwo. Auch die Theatergruppe, die wir gerne bei unserem Event am 4.9. haetten, muss bezahlt werden. Alles klar.
Aber wir wollen auch jemanden haben, der sich das Ganze anschauen kommt. Also werden wir Gaeste haben. Zum einen waere da eine Klasse der Primary-School in Mazimbu, mit der wir vormittags einen Workshop zum Thema Behinderung machen wollen. Wenn sie bis zur Modenschau am Nachmittag bleiben wollen, brauchen sie zwischendrin ein Mittagessen und auch die Gaeste am Nachmittag - Band der Primary School, Eltern unserer Kinder, Leute von anderen Organisationen, Kirche, etc. - muessen laut Mama Linda mindestens jeder eine Flasche Limonade bekommen. Mehayo hat keine Chance uns finanaziell zu unterstuetzen, weil einfach kein Geld da ist.
Denn auch sonst scheint Mehayo Schwierigkeiten mit Geld zu haben. Mama Linda sprach darueber, dass sie Probleme hat die Waisen zur Schule zu schicken, weil sie den Jahresbeitrag fuer Porridge in Hoehe von ca. 35,- Euro im Jahr nicht bezahlen kann. Sie sollte sich wirklich drum kuemmern weitere Sponsoren zu finden, aber sie weiss einfach selbst nicht gut, wie sie sich "vermarkten", also ihr Projekt gut darstellen kann.


So, genug der unerfreulichen Nachrichten, natuerlich gibts auch schoene!
Vorgestern waren wir wandern und sind zu einem Berg hochgestiegen, der Morningside heisst. Es war ein steiler, fuer mich echt anstrengender Aufstieg, aber zum Glueck war es bewoelkt, so dass es wenigstens nicht so heiss war. Weil es etwas bewoelkt war, war die Sicht zwar nicht so super, aber es hat sich doch gelohnt!
Auf dem ersten Gipfel liegt ein kleines Dorf, in dem wir Ugali - der nationale Maisbrei - gekauft haben, den wir dann spaeter auf dem zweiten Gipfel, mit unserem mitgebrachten Gemuese und dem Huhn, das wir hochgetragen haben, gekocht haben - oder besser gesagt kochen haben lassen. Es war wirklich ein toller Tag und die Moeglichkeit, auf dem Gipfel am Lagerfeuer ein Mittagessen gekocht zu bekommen einmalig!
Als wir nach 13 Stunden am Abend wieder zuhause angekommen sind, war ich richtig k.o., hab nur noch geduscht und bin dann direkt ins Bett gefallen. Gestern habe ich den ganzen Tag gebraucht, um mich zu erholen und auch heute habe ich noch Muskelkater, aber mir geht es gut!
Auf dem ersten Gipfel angekommen und eine Pause gemacht. Schon ganz schoen erschoepft und weit oben. Aber das schwerste ist geschafft!

Hinter dem Dorf gehts wieder runter und wieder hoch und wieder runter bis zum Ziel: Ein Haus am Hang des zweiten Gipfels. Zum Glueck musste ich nicht nochmal bis ganz nach oben!
Was haengt denn da im Baum?
Die aelteste Kirche Morogoros - Mitten in den Bergen.
Und was waechst da zwischen den Kartoffeln? Na, wer findets raus??

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